Die erste Website aus 2005 oder 2010 – immer noch tadellos

Vielen Produkten sieht man in der Regel sehr schnell an, wenn sie in die Jahre gekommen sind. Farben und Muster sind nicht mehr in, der Lack ist ab, die Technik passt nicht mehr. Wenn es dann nicht „Retro“ ist, weiß jeder, hier sind schon ein paar Jahre drübergelaufen.

Ja, man sieht es, wenn die Website in die Jahre gekommen ist

Bei Webseiten ist das genauso, sogar noch schlimmer!! Die Halbwertzeit von Webseiten ist heutzutage in etwa 2-3 Jahre. Dann brauchen sie ein gehöriges „Facelift“, das oft mit einer Neugestaltung effizienter und kostengünstiger umzusetzen ist. Viele Websiten-Betreiber meinen, es würde nicht auffallen, wenn der Auftritt aus der vorletzten Generation stammt. Aber das tut es!

Nicht nur professionelle Usern fällt auf, dass

1. keine bildschirmfüllende Darstellung der Inhalte erfolgt
2. die Gesamterscheinung eher an Lotus Notes als an Mobile First anmutet
3. die Navigation outdated und nicht intuitiv ist
4. sich die Inhalte nicht an das abfragende Device anpassen (responsive Design)
5. Fotos in die Jahre gekommen sind
6. Referenzen, Erfolgsgeschichten, Beiträge viele Jahre alt sind
7. Links ins Leere verweisen
8. Die Seite von Google als unsicher deklariert wird
9. Rechtliche Belange nicht oder unzureichend behandelt sind
(z.B. DSGVO, Fotohinweise. Abmahnfirmen lassen grüßen!)
10. …

Machen Sie den Selbsttest – gehen Sie keine Kompromisse bei Punkt 9 ein

Gehen Sie bitte mal kritisch über Ihre Website und gehen oben genannte Stichpunkte systematisch durch. Wenn Sie mehr als 2-3 Punkte ein JA einräumen müssen, dann sollten Sie ein Redesign angehen. Punkt 9 ist besonders kritisch, weil er Sie sehr viel Geld kosten kann und es inzwischen algorithmische Prüfungen von Abmahnfirmen gibt! Hier gibt es keinen Grund, entspannt zu sein.

Internet-affine Kunden geben Ihrem Auftritt 8 Sekunden

Ganz ehrlich: Wer im Internet „althergebracht“ auftritt, kann nur noch einen Teil der Kunden überzeugen. Studien belegen, die sogenannte Generation Y, also Menschen, die in den 1980er oder 1990er Jahren geboren sind – lassen sich bei Kaufentscheidungen stark vom Internetauftritt leiten. Nachdem diese Kundengruppe vorrangig über ihr Smartphone Informationen einholt, haben Sie mit einem veralteten Auftritt spätestens am Punkt 4 verloren und werden die ersten 8 Sekunden der Recherche nicht überstehen.

Das ist vielleicht im Moment weniger schlimm, wenn Sie mit Ihrem Angebot mehr oder weniger allein auf dem Markt sind, Ihre Kunden älter sind oder – noch besser – Sie sich Ihre Kunden aussuchen können.

Wer die Entscheider zum Kunden haben will, muss aktuell sein

Für alle anderen bleibt nur, sich schnell und ernsthaft mit einem neuen Internetauftritt „State oft he Art“ zu befassen. Zumal man wissen muss, dass die oben aufgeführte Generation Y heute die einkommensstärkste Kundenschicht ist und privat wie geschäftlich an den Hebeln sitzt. Diese Kundengruppe nicht zu adressieren heißt, für die Zukunft auf kaufkräftiges Publikum zu verzichten und den Kunden potentiell in die Hände des Wettbewerbs zu geben.

Marketing und Werbung haben einen Vorlauf

Dabei sollte man berücksichtigen, dass Marketing und Werbung einen längeren Vorlauf haben. Es mag Ihrem Unternehmen heute noch ausgezeichnet gehen, Sie können sich vor Aufträgen nicht retten und arbeiten an der Kapazitätsgrenze. Gratulation dazu!
Doch Sie werden sich vermutlich auch an andere Zeiten erinnern, als man um Aufträge und Kunden kämpfen musste. Konjunktur heißt, dass es auch mal wieder abwärts gehen wird. Damit Sie dann nicht zu den Unternehmen zählen, die in Schwierigkeiten geraten, sollten Sie in guten Zeiten vorbeugen und sich rüsten. Ein professioneller und ansprechender Internetauftritt ist ein gutes Rüstzeug. Sie verkaufen sich als:

• Modernes, agiles, zukunftsorientiertes Unternehmen
• Individuelle Bilder geben Ihrem Unternehmen ein Gesicht
• Sie holen das Beste aus Google und anderen Suchmaschinen raus
• Sie sind rechtssicher aufgestellt
• Sie machen sich attraktiv für Kunden und Mitarbeiter – jetzige und künftige!

Ihr digitales Erscheinungsbild schauen sich übrigens ganz viele Ihrer Partner an und machen sich ein Bild: Kunden, potentielle Kunden, Mitarbeiter und die, die es werden sollen !, Ihre Bank, Freunde und Bekannte …

In den nächsten Beiträgen erläutern wir sinnvolle Wege zur neuen Website, gehen beispielhaft auf Preise ein und berichten von unseren Erfahrungen. Wir freuen uns, wenn wir Ihnen mit oben genannter Checkliste ein erstes Tool zum Selbsttest an die Hand geben konnten.
Und, wir freuen uns über Fragen, Anregungen oder Kommentare.
Nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Ich bin Jutta Oppermann von allegria design – wir machen effiziente Websites und kreatives Marketing. Und so erreichen Sie mich: freude@allegriadesign.de oder 089 37 06 13 15.

Foto:  Thomas William unsplash.com